Am 18. März 2022 wird das Chorwerk Ruhr spätromantische geistliche Chormusik aufführen mit Werken von Anton Bruckner und Max Reger. Anton Bruckners Chorwerke stehen im Schatten seiner großen Symphonien, gehören jedoch zu den bedeutendsten a-capella-Kompositionen. Hervorzuheben ist besonders das achtstimmige Graduale „os justi“, das den Symphoniker Bruckner durchscheinen lässt. Max Reger, „katholisch bis in die Fingerspitzen“, wurde in seinen Chorwerken besonders durch das protestantische Leipzig geprägt. Die Freundschaft mit dem Thomas-Kantor Karl Straube und die enge Beziehung zu den Thomanern zeigt sich ganz besonders in den drei großen Motetten op. 110, die diesem Chor gewidmet sind - ein Höhepunkt spätromantischer geistlicher Chormusik. Die immensen Ansprüche an die Intonation, die weite Spanne des Ausdrucksgehalts und der dynamischen Steigerungen sowie die in der Bachschen Tradition überaus komplexe Polyphonie suchen ihresgleichen. Die dritte Motette „O Tod, wie bitter bist du“ mit scharfen Dissonanzen auf dem „bitter“ verklärt sich zum Schluss in einen tröstlichen Choral „O Tod, wie wohl tust du ...“ in E-Dur. Einen bezwingenderen Schluß kenne ich nicht!

Unvergesslich ist Rossinis „Petite Messe Solenelle“, erlebt im Jahr 2018, mit dem Chorwerk Ruhr. Dieser fabelhafte Chor, der inzwischen in der ersten Reihe der Konzertchöre agiert (u.a. mit Kirill Petrenko und den Berliner Philharmonikern), besticht durch jugendlich schlanke Stimmen von höchster Intonationsreinheit.

Florian Helgath leitet seit 2011 diesen Chor mit beispielhaftem Erfolg. Er ist inzwischen ein überaus begehrter Chorleiter auch bei den berühmtesten Chören.

Dr. Harald Roth
Fr 18.03.2022 20.00 Uhr

Chorwerk Ruhr

Florian Helgath Leitung

  • Anton Bruckner
    “Os justi“, “Christus factus est”, “Locus iste”, “Ave Maria”
  • Max Reger
    Geistliche Gesänge op. 110, Nr. 1-3

Der Kartenvorverkauf beginnt voraussichtlich am Fr 18.02.2022 um 11 Uhr

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