Hagen Quartett, Streichquartett

25. März 2011, 20 Uhr

Weiden, Max-Reger-Haale, Gustl-Lang-Saal

Instrument / Musiker
Violine

Lukas Hagen

Violine

Rainer Schmidt

Viola

Veronika Hagen

Violoncello

Clemens Hagen

Komponist / Werk
Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett Es-Dur KV 428
Dmitri Schostakowitsch
Streichquartett Nr. 8 c-moll op. 110
Franz Schubert
Streichquartett Nr. 15 G-Dur D 887

Ein weiteres Jubiläum gilt es neben der 50. Förderkreis-Saison zu begehen: Das Hagen Quartett besteht seit 30 Jahren. Die beispiellose Karriere dieses Quartetts begann 1981, als es gleich zweifach beim Kammermusikfest Lockenhaus ausgezeichnet wurde. Nur ein Jahr später gewannen die damals alle noch unter 20jährigen Mitglieder Yehudi Menuhins renommierten Streichquartettwettbewerb in Portsmouth. Preise und Auszeichnungen folgten in Evian, Bordeaux und Banff (Kanada). Ihren besonderen, als hochdifferenziert, unmittelbar ansprechend gelobten Streichquartett-Klang sicherte sich 1985 die Deutsche Grammophon mit einem Exklusivvertrag. Die Geschwister Lukas, Angelika, Veronika und Clemens Hagen musizierten schon in ihrer Grundschulzeit miteinander. Am Anfang der Karriere löste Annette Bik Angelika Hagen an der zweiten Geige ab. In der jetzigen Formation, mit Rainer Schmidt an der zweiten Geige, besteht das Hagen Quartett seit 1987. In ihrer Heimatstadt Salzburg studierten die Hagens bei Nikolaus Harnoncourt, dessen Prinzip der historisch informierten Aufführungspraxis und der „Klangrede“ sie zur Grundlage ihres Interpretationsstils machten. Daneben war  u.a. Gidon Kremer ein wichtiger Mentor des Ensembles.

Dreimal schon, 1984, 1989 und 1998, waren die Hagens Gast beim Förderkreis, 1989 war Clemens Hagen als Solocellist mit dem London Barbican Consort in Weiden zu hören, und die Bratscherin Veronika Hagen spielte im Jahr 2000 zusammen mit Paul Gulda. Nach dem letzten Konzert im März 2010 in München schrieb die SZ: „Familienglück – das Hagen Quartett traumwandelt im Herkulessaal“... „wer das Elegische, Feinstoffliche, die zarten Schattierungen schätzt, wird vollkommenes Glück finden“.

Mozarts Es-Dur Quartett KV 428, eines der sechs meisterhaften Quartette, die Mozart seinem väterlichen Freund Josef Haydn gewidmet hat, steht am Anfang dieses Doppel- Jubiläumskonzerts am 25. März 2011. Darauf folgt das überaus suggestive

8. Streichquartett (c-moll) von D. Schostakowitsch, in Dresden unter dem Eindruck der zerbombten Stadt entstanden.  Zum Abschluss erklingt eines der ganz großen Werke der Streichquartettliteratur, Franz Schuberts letztes Quartett (G-Dur), das in seiner fast orchestralen Klangfülle die Grenzen des Streichquartetts schier zu sprengen scheint.  Eine echte Herausforderung für alle ausführenden Künstler!