Augustin Hadelich und Charles Owen

26. Februar 2021, 20 Uhr

Max-Reger-Halle Weiden

Instrument / Musiker
Violine

Augustin Hadelich

Klavier

Charles Owen

Komponist / Werk
Ludwig van Beethoven
Sonate für Klavier und Violine F-Dur, op. 24 „Frühlingssonate“
Leoš Janáček
Sonate für Violine und Klavier 1914
Stephan Hartke
Netsuke 2011 (Sechs Miniaturen für Violine und Klavier)
Maurice Ravel
Sonate für Violine und Klavier G-Dur
Pablo de Sarasate
Zapateado op. 23/2

Ein Künstler, der zum ersten Mal in Weiden gastiert (Freitag, 26. Februar 2021), ist der phänomenale Geiger Augustin Hadelich. Fast wäre seine Karriere vorbei gewesen, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. 1999 kam es in seinem Elternhaus zu einer Explosion und einem Brand. Der junge Geiger erlitt schwerste Verbrennungen. Sehr viele medizinische Eingriffe folgten – die Karriere schien zu Ende. Doch Hadelich kämpfte sich mit zähem Willen und Kraft zurück. 1984 wurde der Sohn deutscher Eltern im italienischen Cecina geboren. Mit fünf Jahren begann er Geige zu spielen, seine Lehrer waren sein Vater, Uto Ughi, Christoph Poppen, Igor Ozim und Norbert Brainin. Später studierte er an der New Yorker Juilliard School bei Joel Smirnoff. Nach einer fulminanten Karriere in den USA spielt Hadelich jetzt zunehmend auch in Europa. Über ein Konzert in München schrieb der Streicherexperte der SZ Harald Eggebrecht: „Kein Zweifel, Augustin Hadelich ist einer der Maßstab setzenden Musiker unserer Zeit“. Die Zeitschrift Fono Forum schrieb vom „... Mann mit dem vielleicht schönsten Geigenton“. Partner am Klavier ist der vielfach preisgekrönte Charles Owen, “one of the finest British pianists of his generation” (Gramophone Magazine). Neben seiner reichen Konzerttätigkeit ist er Professor für Klavier an der Guildhall School in London.

Das Programm: Beethovens berühmte „Frühlingssonate“ op. 24, ein lyrisches Werk, das geigerische Klangschönheit direkt einfordert, Janáčeks einzige Violinsonate von 1914, geschrieben im (bald so sehr enttäuschten) slawischen Hochgefühl über den Einmarsch russischer Truppen in Mähren, Ravels Violinsonate mit einem fast gläsern durchsichtigen ersten Satz, einem Blues im zweiten und einem rasanten Perpetuum mobile im Schlußsatz. Dazwischen ein Werk des amerikanischen Komponisten Stephan Hartke von 2011: „Netsuke“, sechs Miniaturen, angeregt durch japanische Miniaturschnitzereien. Hartke ist bekannt als Komponist des Werks "Between - Incidental Music to Imaginary Puppet Plays", das 2013 den Grammy Award für die beste zeitgenössische klassische Komposition gewann. Den Programmabschluss bildet der hochraffinierte „Zapateado“ (ein spanischer Stampftanz) des spanischen Geigenvirtuosen und Komponisten Pablo de Sarasate.

Ein Studiokonzert des Duos Hadelich/Owen ist zu sehen auf: www.br-klassik.de/concert/ausstrahlung-1014592.html

Dr. Harald Roth


Der Kartenvorverkauf
beginnt am 14. September 2020

NT Ticket