Belcea Quartet

18. Oktober 2019, 20 Uhr

Max-Reger-Halle Weiden

Instrument / Musiker
Violine

Corina Belcea

Violine

Axel Schacher

Violoncello

Antoine Lederlin

Viola

Krzysztof Chorzelski

Komponist / Werk
Ludwig van Beethoven
Streichquartett Nr. 3 D-Dur op. 18/3
Streichquartett Nr. 16 F-Dur op. 135
Streichquartett Nr. 8 e-Moll op. 59/2 „Rasumowsky“

Eines der bedeutendsten Streichquartette unserer Zeit ist das Belcea Quartet. 1994 am Londoner Royal College of Music gegründet, ist Großbritannien dessen Lebensmittelpunkt. Zu den Gründungsmitgliedern, der rumänischen Violinistin Corina Belcea und dem polnischen Bratscher Krzysztof Chorzelski, fanden in letzter Zeit die beiden Franzosen Axel Schacher (Violine) und Antoine Lerderlin (Cello).

Das Beethoven-Jahr 2020 wirft seinen Schatten voraus in einem reinen Beethoven-Programm. Im ersten Teil des Konzertes am 18. Oktober 2019 erklingen Beethovens erstes Quartett (D-Dur op. 18/3 – auch wenn es Beethoven unter der Opuszahl 18/3 eingeordnet hat, ist es doch sein erstes geschriebenes Quartett) und sein letztes (F-Dur op. 135). Es ist schier unglaublich, welche Entwicklung Beethovens Kompositionsstil in 27 Jahren genommen hat. Während die sechs Quartette op. 18 (1798 bis 1801) noch ganz an Josef Haydn orientiert sind, findet op. 135 (1826) nach den exorbitanten Grenzerweiterungen der Quartette op. 127 bis op. 131 formal scheinbar zu einer neuen „Klassizität“. Die Sätze sind wieder kürzer, die Form übersichtlicher – harmonisch gibt es aber kompromisslose Passagen, die direkt ins 20. Jahrhundert vorausweisen. Op. 135 ist übrigens Beethovens letzte vollständig ausgearbeitete Komposition.

Das e-Moll-Quartett op. 59,2 ist das zweite der drei dem russischen Grafen Rasumowsky gewidmeten Werke. Ein großer Schritt in der kompositorischen Entwicklung unterscheidet es von den Quartetten op. 18. Deswegen wurde dieses groß angelegte Werk zunächst von den Zeitgenossen nicht verstanden. Im 3. Satz verarbeitet Beethoven ein russisches Thema (Mussorgski verwendet es später in der Krönungsszene seiner Oper „Boris Godunow“).

Dr. Harald Roth

 

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