Artemis Quartett

26. November 2017, 17 Uhr

Max-Reger-Halle Weiden

Instrument / Musiker
Violine

Vineta Sareika
Anthea Kreston

Viola

Gregor Sigl

Violoncello

Eckart Runge

Komponist / Werk
Felix Mendelssohn
Streichquartett D-Dur, op. 44/1
Dmitri Schostakowitsch
7. Streichquartett fis-Moll, op. 108
Robert Schumann
Streichquartett a-Moll, op. 41/1

Das 1989 gegründete Artemis Quartett gilt heute als eines der weltweit führenden Quartette. Erste Preise beim ARD-Wettbewerb und beim Premio Borciani bedeuteten den internationalen Durchbruch des Quartetts. Viele Einspielungen der umfassenden Diskographie wurden mit einer großen Zahl von Preisen ausgezeichnet. Bereits viermal erhielt das Quartett den ECHO-Klassik, zuletzt 2016 für das seinem im Juli 2015 tragisch verstorbenen Bratschisten Friedemann Weigle gewidmete Album der Brahms Quartette. Eigene Zyklen gestaltet das Ensemble in der Berliner Philharmonie, im Wiener Konzerthaus und jetzt auch im Münchener Prinzregententheater.

Zum vierten Mal wird nun das Artemis Quartett am 26. November 2017 bei unseren Meisterkonzerten gastieren. Erklingen wird Mendelssohns 3. Streichquartett op. 44/1, ein ungeheuer vitales Werk von hinreißendem Schwung, dramatischer Spannung aber auch von ausdrucksstarker Schlichtheit in seinen Melodien. Satztechnisch ist es – wie üblich bei Mendelssohn - meisterhaft ausgefeilt und brillant. Schostakowitschs siebtes Quartett aus dem Jahre 1960 ist seiner verstorbenen ersten Frau Nina Wassiljewna gewidmet. Es zeichnet sich aus durch eine radikale Reduzierung auf das Wesentliche, so dass es ‚nur’ etwa 12 Minuten dauert. Die drei Sätze sollen nicht durch längere Pausen getrennt werden. Im dritten Satz erklingt nach einem aggressiven Präludium eine fast wütende Fuge, die dann nach Zitat des Ersten Satzes in einem versöhnlicher Schluss pianissimo in Dur endet.

Nachdem Robert Schumann 1840 gegen größte Widerstände Clara Wieck geheiratet hatte, war er in einem wahren Schaffensrausch. Eine Unzahl von Liedern entstand und einige der herrlichsten Kammermusikwerke, darunter die drei Streichquartette op. 41. Beethoven war sein Vorbild, gewidmet hat er diese Werke „Seinem Freunde Felix Mendelssohn-Bartholdy“, entstanden sind Werke von höchster Individualität und Kreativität. Das erste der drei Quartette (a-moll) werden wir hören: ein jugendlich dahinstürmender 1. Satz im 6/8 Takt, ein geisterhaft huschendes Scherzo mit einem überaus poetischen „Intermezzo“ als Trio, ein herrlich melodischer, romantischer Adagiosatz und ein kraftvolles Finale.

Dr. Harald Roth

 

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