SONDERKONZERT Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks

7. Mai 2016, 18 Uhr

Weiden, Max-Reger-Halle

Instrument / Musiker
Leitung

Karl-Heinz Steffens

Bariton

Michael Volle

Komponist / Werk
Max Reger
Requiem für Bariton, Chor und Orchester (nach Hebbel) op. 144b
Johannes Brahms
„Tragische Ouvertüre“ op. 81
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
„Schicksalslied“ für Chor und Orchester (nach Hölderlin) op. 54

2016 ist Reger-Jahr: Vor 100 Jahren, mitten im 1. Weltkrieg, ist Max Reger am 11. Mai in einem Leipziger Hotelzimmer gestorben.

Dieser besondere Anlass soll mit einem besonderen Konzert gewürdigt werden. Es ist uns gelungen, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks für unser Anliegen zu gewinnen, und so können wir dank der Unterstützung des Bayerischen Rundfunks am 7. Mai 2016 ein hochkarätiges Konzert zu Regers 100stem Todestag veranstalten.

Im internationalen Ranking der Orchester nimmt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks den 6. Platz ein. Der Chor des BR gehört ohne Zweifel zu den besten Chören der Welt.

Franz Welser-Möst sollte dirigieren, ist allerdings erkrankt. Mit Karl-Heinz Steffens haben wir nun einen hervorragenden Ersatz als Dirigent gefunden. Er war Soloklarinettist beim Symphonieorchester des BR, später bei den Berliner Philharmonikern, bevor er ins Dirigentenfach wechselte. GMD der Staatskapelle Halle und Chefdirigent der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dirigierte auch an der Mailänder Scala, am Bolshoi Theater Moskau und an der Staatsoper Berlin. Als Gast dirigiert er große Orchester wie die Münchener und Berliner Philharmoniker. Ab 2016/17 wird er Musikdirektor der Oper in Oslo sein. Bereits 2003 musizierte er zusammen mit dem Kandinsky-Trio bei den Weidener Meisterkonzerten (u.a. Beethoven-Septett).

Michael Volle – Mitglied der Bayerischen Staatsoper und regelmäßig Gast in den wichtigsten Opernhäusern der Welt – ist einer der ausdrucksstärksten Baritone unserer Zeit: eine Idealbesetzung für Regers Hebbel-Requiem op. 144b  für Bariton, Chor und Orchester, das im Mittelpunkt unseres Konzertes stehen wird. Nach dem Abbruch der Arbeit an seinem „Lateinischen Requiem“ (und der davon herrührenden Schaffenskrise) machte sich Reger 1915 an eine neue Vertonung von Hebbels Gedicht „Requiem“, das er schon 1904 für Männerchor komponiert hatte (op. 95,10). Einige Teile aus dem Fragment gebliebenen lateinischen Requiem (wir haben es bei den letzten Musiktagen gehört) übernahm er für dieses Stellvertreterwerk, er verwendete sogar das für das lateinische Requiem vorbereitete Notenpapier. Das neue Werk trägt auch die gleiche Widmung: „Dem Andenken der im großen Krieg gefallenen deutschen Helden“.

Werke von Brahms ergänzen das Programm: zu Beginn die Tragische Ouvertüre, im 2. Teil die dritte Symphonie und das selten aufgeführte „Schicksalslied“ op. 54 für Chor und Orchester nach einem Text von Hölderlin, eines der wertvollsten Chorwerke von Johannes Brahms.

Dieses Konzert wird vorher zweimal in München erklingen, es wird live und bei späteren Wiederholungen im Rundfunk zu hören sein, einige Zeit wird es per livestream abrufbar sein, es wird eine Reihe von gewohnt niveauvollen redaktionellen Beiträgen und Interviews zu dem Konzert geben. Alles das trägt zu einer immer noch nötigen weiteren Verbreitung des Werks Max Regers bei.

Dr. Harald Roth

 

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BR-Klassik wird auch dieses Konzert aufzeichnen.