Kodály Quartett

10. Februar 2017, 20 Uhr

Weiden, Max-Reger-Halle

Instrument / Musiker
Violine

Attila Falvay
Ferenc Bangó
János Fejérvári

Violoncello

György Éder

Komponist / Werk
Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett D-Dur, KV 499
Ernst von Dohnányi
2. Streichquartett Des-Dur, op. 15
Antonín Dvořák
Streichquartett Es-Dur, op. 51

Unter den vielen fabelhaften, oft noch unbekannten jungen Streichquartetten auszuwählen, ist für uns immer besonders spannend. Aber es gibt auch weltberühmte Quartette, die schon sehr lange zusammen musizieren, darunter das ungarische Kodály Quartett. Gegründet 1966 in Budapest, wurde es mit vielen Preisen ausgezeichnet, ein großer Teil der Quartettliteratur erschien, von ihm eingespielt, auf ca. 60 CDs. In der Saison 2016/17 findet im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums eine Welttournée statt, die die Musiker in eine Reihe der  berühmtesten Konzertsäle der Welt führt – warum nicht auch in die Weidener Max-Reger-Halle (10. Februar 2017).

Erklingen wird zunächst Mozarts Streichquartett D-Dur, KV 499, ein Einzelwerk, das in der zeitlichen Umgebung des Figaro komponiert wurde, dessen luzide Leichtigkeit man auch in diesem Werk hört: ein elegantes, tänzerisch beschwingtes Allegro, ein harmonisch raffiniertes Menuett, ein herrliches Adagio mit feinen Umspielungen und als Höhepunkt ein humorvolles, delikat gearbeitetes Allegro-Finale.

Der ungarische Komponist deutscher Schule, der allzu selten gespielte Ernst v. Dohnányi, hat besonders in seiner frühen Schaffensphase edle Kammermusikwerke unter dem Einfluß von Joh. Brahms geschrieben, Werke, die aber eine ganz individuelle Handschrift erkennen lassen. Sein 2. Streichquartett (Des-Dur, op. 15) ist gekennzeichnet durch satten Klang und polyphone Satzweise.

Dvořáks Streichquartett in Es-Dur, op. 51, das „Slawische“, besticht durch schier überbordenden Melodienreichtum: der Kopfsatz klangvoll lyrisch, der zweite Satz eine teils elegische, teils schmissig-tänzerische „Dumka“, eine wundervolle Romanze als dritter und als Finalsatz ein keckes Allegro assai von erlesener Satzkunst.

Dr. Harald Roth

 

NT Ticket