Armida Quartett

4. April 2014, 20 Uhr

Weiden, Max-Reger-Halle

Instrument / Musiker
Komponist / Werk
Fr. Smetana
Streichquartett Nr. 1 e-moll "Aus meinem Leben"
György Kurtág
Streichquartett op. 1
Ludwig van Beethoven
Streichquartett a-moll op. 132

Der ARD-Musikwettbewerb, der jedes Jahr in München ausgetragen wird, gehört zu den renommiertesten Wettbewerben weltweit. Seit 2012 kann man die Endrunden im Internet verfolgen. So haben wir die letzten Runden im Fach Streichquartett  2012 miterlebt und waren begeistert: von der insgesamt hohen Qualität der Ensembles, besonders aber vom Armida Quartett, das neben dem ersten Preis auch den Publikumspreis und mehrere Sonderpreise erhielt. Technische Perfektion und Intonationsreinheit ist heute  schon fast eine Selbstverständlichkeit bei den jungen Quartetten. Die Souveränität und die Beseeltheit aber, mit der die jungen Armida-Musiker ein so komplexes Werk wie Beethovens op. 132 angingen, war so überzeugend, dass wir das Quartett sofort für die neue Saison eingeladen haben (4. April 2014).  Gerade op. 132 von Beethoven auch hier in Weiden zu hören, war unser besonderer Wunsch. Der langsame Satz „Heilige Danksagung eines Genesenden an die Gottheit“ gehört zum Bewegendsten, was Beethoven geschrieben hat. Daneben erklingt Smetanas

1. Streichquartett „Aus meinem Leben“ und als Besonderheit das selten aufgeführte Streichquartett op. 1von György Kurtág, ein Werk von 1958/59, das lange als unspielbar galt. Kurtág schrieb es nach seinem Aufenthalt in Paris 1957/58. Nach dem Ungarnaufstand lebte er ein Jahr lang an der Seine und studierte bei Messiaen und Milhaud. Er muss damals – heimatlos – in einer psychisch extrem schwierigen Situation gewesen sein, die er mit Hilfe der aus Ungarn stammenden Psychologin Marianne Stein überwinden konnte. Ihr widmete er sein danach in Budapest entstandenes Opus 1.

Drei Werke mit unmittelbar autobiographischem Bezug erklingen in diesem Konzert.

Dr. Harald Roth