Quatuor Ebène

18. Oktober 2013, 20 Uhr

Weiden, Max-Reger-Halle

Instrument / Musiker
Viola

Antoine Tamestit

Violoncello

Nicolas Altstaedt

Komponist / Werk
W. A. Mozart
Streichquintett C-Dur KV 515
Bruno Mantovani
Streichquintett (2013)
Peter Tschaikowsky
Streichsextett d-moll op. 70 "Souvenir de Florence"

Zur Freude vieler unserer Abonnenten werden wir am 18. Oktober 2013 das Quatuor Ebène wieder erleben können. Schon bald nach seiner Gründung (1999) machte das Quartett eine steile Karriere, unterstützt von bedeutenden Preisen (darunter 2004  der ARD-Wettbewerb). Das Quartett gastiert auf allen wichtigen Podien der Welt. Seine umjubelten CD-Einspielungen  errangen zahlreiche Preise. Das Gastspiel in Weiden im Jahr 2006 ist uns noch in lebhafter Erinnerung.

Ebenfalls 2004 beim ARD-Wettbewerb errang Antoine Tamestit den 1. Preis im Fach Viola. Seitdem konzertieren die 5 Franzosen häufig zusammen. Tamestit gehört heute zu den berühmtesten Bratschisten der Welt.

Als weiteren Gast werden wir den Cellisten Nicolas Altstaedt hören. Er war  Schüler des legendären Boris Pergamenschikow. Inzwischen spielt auch er in allen  großen Musikzentren, 2012 hat er auf Vorschlag von Gidon Kremer die Leitung des Lockenhaus-Festivals übernommen.

Zwei Quintette und ein Sextett stehen auf dem Programm: Mozarts C-Dur Quintett KV 515 ist eine kammermusikalische Perle. Sind die Streichquartette noch von Haydn beeinflusst, so befreit sich Mozart mit diesem Quintett (geschrieben 1786/87 in der Zeit des Figaro) von seinem Vorbild Josef Haydn. Die Struktur ist mit 3 Themen (mit Figaro-Anklängen) im Kopfsatz größer angelegt , im langsamen Satz gibt es einen herrlichen Dialog zwischen 1. Geige und 1. Bratsche, der letzte Satz gehört in seiner kompositorischen Raffinesse zu den größten Werken des gesamten Kammermusikrepertoires.

Für das  Quatuor Ebène und Tamestit schreibt derzeit Bruno Mantovani, einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Komponisten Frankreichs (ausgezeichnet mit einer großen Zahl von Musikpreisen, mit 36 Jahren bereits Direktor des Pariser Conservatoire) ein neues Streichquintett. Dessen zweite Aufführung in Deutschland werden wir in diesem Konzert erleben.

Das Streichsextett „Souvenir de Florence“ von Tschaikowsky ist ein hinreißend klangprächtiges Werk, das von allen Spielern gleichermaßen alles verlangt.  Im Sommer 1890 komponierte es der Komponist während eines Aufenthalts in Florenz.

Dr. Harald Roth