Herbert Schuch

19. April 2013, 20 Uhr

Weiden, Max-Reger-Halle

Instrument / Musiker
Klavier

Herbert Schuch

Komponist / Werk
Robert Schumann
Geistervariationen o. op.
Thomas Larcher
Naunz, für Klavier (1989)
Wolfgang Amadeus Mozart
Sonate D-Dur, KV 576
Franz Schubert
Sonate B-Dur, D. 960

Der überaus sympathische 33jährige Herbert Schuch gehört zu den aufregendsten Pianisten unserer an jungen hervorragenden Pianisten so reichen Zeit. Ohne Starallüren, ganz natürlich besticht er durch technische Brillanz, besonders aber durch eine Tiefgründigkeit des Klavierspiels, die staunen macht. Geboren 1979 in Rumänien lebt er seit 1988 in Deutschland. Sein Lehrer war unter anderen Prof. Karl-Heinz Kämmerling am Mozarteum in Salzburg. Geprägt wird Herbert Schuch in besonderer Weise durch die Arbeit mit Alfred Brendel. Internationales Aufsehen erregte er, als er innerhalb eines Jahres drei bedeutende Wettbewerbe in Folge gewann, den Casagrande-Wettbewerb in Terni, die London International Piano Competition und den Internationalen Beethovenwettbewerb Wien. 
Er spielt in den bedeutenden Konzertsälen Europas mit erstrangigen Kammermusikpartnern und Orchestern. Bei Oehms Classics erschienen bisher fünf Aufnahmen mit Herbert Schuch, in denen sich der Pianist seinen Schwerpunkten widmet: Schumann, Ravel, Schubert, aber auch Holliger und Lachenmann. In Kürze erscheint eine CD-Aufnahme von Beethovens Klavierkonzert Nr. 3, kombiniert mit dem Klavierkonzert von Viktor Ullmann, zusammen mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Olari Elts (Dirigent bei den Weidener Musiktagen 2007). Kammermusikalisch ist er auf einer hinreißenden CD mit den Quintetten für Klavier und Bläser von Mozart und Beethoven zu hören. 

Das Konzert in Weiden am 19. April 2013 beginnt Schuch mit dem letzten Werk Robert Schumanns, den "Geistervariationen". Die "Geister Schuberts und Mendelssohns" sollen dem schon schwer nervenkranken Komponisten das Thema eingegeben haben, und er hat dazu "rührende und ergreifende Variationen" (Clara Schumann) geschrieben. Mozarts letzte Klaviersonate in D-Dur KV 576 ist die Krönung seines Sonatenschaffens. Der österreichische Pianist und Komponist Thomas Larcher (*1963) zählt zu den international bedeutenden Komponisten für Zeitgenössische Musik. Sein 14minütiges Klavierstück "Naunz" setzt unter Verwendung ausgefeilter rhythmischer Tonmuster, die auch den für seinen Stil typischen Aspekt der "Entschleunigung" einbeziehen, neue Maßstäbe in der Klavierliteratur. Besonders schön ist das letzte Stück in B-Dur (Max Reger hat es als Thema für seine Beethoven-Variationen op. 86 verwendet). Den Abschluss bildet eines der größten Klavierwerke überhaupt: Franz Schuberts letzte Sonate in B-Dur D. 960, geschrieben 1828, kurz vor Schuberts Tod. Diese Sonate ist in ihrer Ruhe und Abgeklärtheit der Höhepunkt des Schubert´schen Klavierschaffens. 

Vier Werke aus den jeweils letzten Schaffensperioden der Komponisten, gespielt von einem jungen aber ungewöhnlich reifen Pianisten: man darf gespannt sein!