Patricia Kopatchinskaja, Sol Gabetta, Igor Levit

9. Januar 2013, 20 Uhr

Weiden, Max-Reger-Halle

Instrument / Musiker
Violine

Patricia Kopatchinskaja

Violoncello

Sol Gabetta

Klavier

Igor Levit

Komponist / Werk
Franz Schubert
Klaviertrio Es-Dur, D. 929 (op. 100)
Dimitri Schostakowitsch
2. Klaviertrio e-moll, op. 67

Ebenfalls 2008 war es, als uns eine junge Geigerin (zusammen mit der Sopranistin Anna Maria Pammer) mit den Kafkafragmenten von G. Kurtág in Bann geschlagen hat: Patricia Kopatchinskaja. Mehrfach haben wir sie inzwischen zusammen mit der phänomenalen Cellistin Sol Gabetta in Klaviertrioformation hören dürfen. Jetzt ist es uns eine besondere Freude, die beiden Musikerinnen für Weiden ankündigen zu können. Ihr neuer Klavierpartner ist der junge deutsch-russische Pianist Igor Levit. Als "der zur Zeit faszinierendste Nachwuchspianist der Klassikszene" feiert ihn die SZ. Diese drei Stars in Weiden zu erleben, verspricht ein Konzertereignis ganz außergewöhnlichen Ranges. 

Patricia Kopatchinskaja wurde in Moldawien als Kind von Musikern geboren. Sie studierte Komposition und Violine in Wien und Bern. Im Jahr 2000 gewann sie den internationalen Szeryng-Wettbewerb in Mexico und im Jahr 2002 den renommierten International Credit Suisse Group Young Artist Award. 2002/2003 vertrat sie Österreich in der Konzertserie "Rising Stars" mit Auftritten in New York und vielen Europäischen Metropolen. Seitdem folgten eine Reihe renommierter Preise. 

Die überaus sympathische Cellistin Sol Gabetta ist eine Lichtgestalt im internationalen Musikleben. Wo die argentinisch-französische Cellistin russischer Abstammung auftritt, hinterlässt sie den Eindruck von fesselnden Interpretationen, passioniertem und beseeltem Spiel und einer charismatischen Persönlichkeit. Ihre große Stil- und Repertoireflexibilität zeichnet ihr künstlerisches Profil aus. Mit Schostakowitschs herausforderndem 2. Cellokonzert aus dem Jahre 1969 kann sie ebenso ihre musikalische Sprache packend vermitteln wie mit Vivaldi-Cellokonzerten aus dem frühen 18. Jahrhundert, gespielt auf dem Barockcello. Sie ist sowohl in Konzerten mit Sinfonieorchestern, Kammerorchestern oder Barockensembles zu erleben als auch als Gestalterin spannender Recital-Abende mit hochkarätigen Pianisten-Partnern und Kammermusikern. Daneben moderiert sie im Bayerischen Fernsehen ein sehenswertes Klassik-Magazin "Klick-Klack". 

Neu in der Klaviertrioformation wird der Pianist Igor Levit sein. Als die beiden Künstlerinnen anfragen ließen, ob wir mit diesem neuen Partner einverstanden seien, waren wir begeistert, denn wir hatten Igor Levit schon mit großen Aufgaben für die nächsten Weidener Musiktage betraut. "Antistar als Himmelsstürmer" schreibt die SZ, "Der Deutsch-Russe Igor Levit erobert die Konzertsäle", Klaus Kalchschmid titelt nach einem Konzert in München schlicht: "Offenbarung" ("als hörte man "Für Elise" zum allerersten Mal"). 
Geboren 1987 in Nizhni Nowgorod, übersiedelte Igor Levit im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. 
Als jüngster Teilnehmer gewann er im Jahr 2005 beim internationalen Arthur Rubinstein Wettbewerb in Tel Aviv gleich vier Preise, zudem war er als zweiter Preisträger beim International Maria Callas Grand Prix in Athen erfolgreich und gewann den International Hamamtsu Piano Academy Competition in Japan. 
Igor Levit beendete sein Studium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wo er die höchste Punktzahl in der Geschichte des Instituts erreichte. Regers Bach-Variationen begründeten einen seiner Wettbewerbserfolge. Das war der Grund, ihn mit diesem Werk zu den Weidener Musiktagen 2013 einzuladen. So können wir diesen ungewöhnlich begabten Pianisten gleich zweimal in Weiden erleben, als Kammermusiker und als Solopianist.