SONDERKONZERT Tschechische Philharmonie Prag

9. Mai 2015, 20 Uhr

Weiden, Max-Reger-Halle

Instrument / Musiker
Leitung

Petr Altrichter

Violoncello

Alisa Weilerstein

Komponist / Werk
Friedrich Smetana
„Vysehrad“ und „Die Moldau“
Sinfonische Dichtungen aus „Mein Vaterland“
Leos Janácek
Suite aus der Oper „Das schlaue Füchslein“
Antonin Dvorák
Konzert für Violoncello und Orchester h-moll op. 10

Ein Sonderkonzert gilt es noch anzukündigen: ein Orchesterkonzert zur „Musikbrücke 2015“ im Rahmen der begleitenden Projekte zur europäischen Kulturhauptstadt „Pilsen 2015“.

Ein Weltklasseorchester - was böhmische Musik angeht DAS Weltklasseorchester -, die Tschechische Philharmonie Prag, wird am 9. Mai 2015 in der Max-Reger-Halle gastieren.

Smetanas „Mein Vaterland“ bietet sich für ein solches „Musikbrücken“- Konzert an. Wir hören daraus die erste der sechs symphonischen Dichtungen:„Vysehrad“. Die Harfe intoniert zu Beginn das Lied des Barden, der von der glanzvollen Geschichte der sagenumwobenen Burg erzählt. Darauf folgt „Vltava“, der zweite Teil des Zyklus, in dem die Moldau auf ihrem Weg durch Böhmen begleitet wird, ausgehend von den beiden Quellen, vorbei an einer Hochzeit, einer Jagd, nachts von silbrigem Mondlicht überglänzt, mit lautem Tosen die St. Johann-Stromschnellen passierend, dann in breitem Fluß der Elbe zudrängend. Vom Hügel des Vysehrad bei Prag grüßt im vollen Orchester wiederum das Lied des Barden.

Janaceks geistvolle Suite aus seiner Oper „Das schlaue Füchslein“ zeigt, wie der Komponist aus kleinen Motivkernen völlig verschiedene Ausdrucksformen hervorzubringen vermag, von Tanz und Lied bis zu romantischer Naturschilderung, von tiefer Erdverbundenheit bis zu beißender Ironie.

Dvoraks Cellokonzert in h-moll ist zweifelsfrei das schönste aller Cellokonzerte. Dabei ist es kein typisches Virtuosenwerk sondern ein symphonisches Werk, in dem das Soloinstrument gleichberechtigt neben dem Orchester agiert (ganz dem 2. Klavierkonzert von Brahms vergleichbar).

Musik des böhmisch-mährischen Dreigestirns mit der Tschechischen Philharmonie  verspricht ein ganz besonderes Hörerlebnis zu werden. Dirigent ist Petr Altrichter. Schon zweimal war er mit der Brünner Philharmonie in Weiden (Beethovens Violinkonzert mit Kolja Blacher gehört zu den musikalischen Sternstunden, die wir bisher erleben durften). Die fabelhafte  amerikanische Cellistin Alisa Weilerstein, die jüngst das Dvorak-Konzert mit der Tschechischen Philharmonie eingespielt  hat  (DECCA), wird auch in Weiden den Solopart übernehmen. Die 1982 geborene Tochter eines Musikerehepaars (Mutter Pianistin, Vater Geiger und Mitbegründer des Cleveland Quartet) gastierte schon mit 13 Jahren beim Cleveland Orchestra. Zunächst in Amerika, jetzt zunehmend auch in Europa spielt sie mit den besten Orchestern. Ihre Aufnahme des Elgar-Konzerts mit Daniel Barenboim und den Berliner Philharmonikern (auf You Tube anzusehen) ist voll berstender Intensität. Alisa Weilerstein ist fraglos eine der ganz Großen auf ihrem Instrument.

 

Dr. Harald Roth