Ramón Ortega Quero, Kateryna Titova

16. Januar 2015, 20 Uhr

Weiden, Max-Reger-Halle

Instrument / Musiker
Oboe

Ramón Ortega Quero

Klavier

Kateryna Titova

Komponist / Werk
Isaac Albéniz
Cádiz, Granada, Sevilla
Maurice Ravel
Sonatine für Klavier
Alborada del gracioso (Klavier solo)
Francis Poulenc
Sonate für Oboe und Klavier op. 185
Manuel De Falla
El amor brujo(Liebeszauber)
Georges Bizet / François Borne
Carmen Fantasie (12')

In unseren Konzerten höre man fast nur Streicher und Klavier. Warum nicht öfter auch Bläser? Diese Kritik haben wir uns zu Herzen genommen und bereits in der letzten Saison die Klarinette vorgestellt (Sharon Kam mit Brahms und Reger in einem denkwürdigen Konzert, das noch in diese Saison hineinwirken wird).

Diesmal kommt die Oboe zum Zug (nächstes Jahr das Horn). Als Oboisten konnten wir den jungen spanischen Ramón Ortega Quero (*1988) für den 16. Januar 2015 gewinnen. Mit seiner Teilnahme als Oboist in Barenboims „West-Östlichem Diwan-Orchester“ im Jahr 2003 begann seine Weltkarriere. 2007 war er Erster Preisträger beim ARD-Wettbewerb in München.  Seitdem ist er auch Solo-Oboist beim Symphonieorchester des BR. Er war „Rising Star“ der „European Concert Hall Organisation“, ECHO Klassik-Preisträger, er spielt mit den wichtigsten Orchestern und Kammermusikpartnern in aller Welt.  Sein individueller, dunkel getönter, weicher Oboenton ist beseelend.

Dass mit seiner Begleiterin am Klavier, der Ukrainerin Kateryna Titova (*1983) eine Pianistin zu uns kommen wird, die wir schon lange im Auge haben, ist eine glückliche Fügung. Die Pianistin studierte in Kharkov, Moskau, später in Münster und Dresden. Bei etwa 20 Klavierwettbewerben wurde sie mit Preisen ausgezeichnet. Sie lebt jetzt in Berlin.

Das außergewöhnliche Programm ist französisch/spanisch. Es umfasst Bearbeitungen von Isaac Albéniz und Manuel de Falla (El Amor Brujo - Der Liebeszauber), eine Carmen-Fantasie und die geistvolle Oboensonate von Poulenc.  Für Klavier solo erklingen Ravels edle Sonatine, die zum Teil spanische Gitarrenklänge suggeriert, und der berühmte Alborado del gracioso (Morgenständchen des Narren).

 

Dr. Harald Roth